Quer durch Frankfurt: Im Ko-Kreis Frankfurt werden während der 72-Stunden-Aktion 2024 zehn Projekte realisiert.
Frankfurt: Abenteuerspielplatz – Do it

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Charlotte beäugt die nassen Sprossen der Leiter. Es regnet in Strömen – doch das Dach des Backhauses auf dem Abenteuerspielplatz Colorado muss neu gedeckt werden. „Kletter nur hoch, wenn du dir sicher bist, dass du nicht ausrutschst“, sagt Alexander Schrörs, Gruppenleiter des Pfadfinderstammes St. Bonifatius aus Sachsenhausen. „Du weißt selbst am besten, was du dir zutraust.“ Die 14-Jährige überlegt kurz, dann steigt sie auf die Leiter und nimmt das löchrige Dach in Augenschein. Ihr Urteil: „Hier muss ganz schön was gemacht werden, wir brauchen Holz!“
Alexander Schrörs und Katharina Hesselbach verbringen, gemeinsam mit zehn Pfadfinderinnen und Pfadfindern zwischen zwölf und 14 Jahren aktuell drei Tage auf dem Abenteuerspielplatz am Dornbusch, inklusive drei Übernachtungen – im Rahmen der 72-Stunden-Aktion nämlich, bei der deutschlandweit junge Menschen aktiv sind, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Auf dem Colorado-Gelände bedeutet das konkret: Das Backhaus-Dach wird dicht gemacht, der Lehmputz wieder aufgefrischt und das Rampenhaus für Rollstuhlfahrer:innen ausgebaut. Dass es am Freitag durchgehend regnet, ist zwar etwas nervig, hält die motivierte Gruppe aber nicht von der Arbeit ab. Für die Jugendlichen ist es vor allem schön, dass ihre Arbeit sichtbare Erfolge bringt. „Den Pizzaofen im Backhaus zum Beispiel können wir nach dem Arbeitseinsatz gleich mal anfeuern“, meint Holger Wiegel vom Abenteuerspielplatz, der die Gruppe gemeinsam mit seiner Kollegin betreut – und der über das Wetter sagt, Regen sei auch nur „flüssiger Sonnenschein“. Sozialarbeiterin Jani Elsheimer fügt an: „Wir freuen uns sehr über die Hilfe. Auf dem Spielplatz hört die Arbeit ja nie auf.“
Weil das so ist, kommen auch regelmäßig andere Gruppen, zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Banken und anderen Unternehmen, um auf dem Gelände einen sogenannten „Social Day“ zu verbringen und etwas Gutes zu tun. Pfadfinderin Helena kann’s verstehen: „Es macht einfach Spaß, etwas für andere zu tun und Kindern so zu helfen.“
Frankfurt: Altenzentrum Santa Teresa – Get it

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Im Altenzentrum Santa Teresa gibt es einen Care Table, ein großes Tablet mit Internet zum Spielen, Singen usw. Hierfür baut die KGS Niederrad unter anderem Tische, die z.B. zum Getränke abstellen genutzt werden können.
Frankfurt: Kita Rosengarten – Get it
Frankfurt-Nied: Kita St. Lioba – Get it
Frankfurt-Sachsenhausen: Kirchvorplatz St. Aposteln – Get it

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Die DJK Zeilsheim gestaltet den Kirchvorplatz des Kirchortes St. Aposteln der Pfarrei St. Bonifatius Sachsenhausen, Zielhüttenweg 149. Hier sollen Hochbeete und Sitzgelegenheiten entstehen.
Frankfurt-Sachsenhausen: Kirchplatz St. Wendel - Get it

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Der DPSG Stammm Marcel Callo kümmert sich um diverse kleine Baustellen auf dem Gelände der Kirche St. Wendel, Altes Schützenhüttengässchen 6, in Frankfurt-Sachsenhausen. Die Gruppe baut unter anderem Sitzgelegenheiten für die Terrasse, einen Geräteschuppen und bringt die Gartengarnituren wieder in Schuss.
Vom Regen wenig beeinträchtigt sind die 15 Kinder und Jugendlichen zwischen sieben und 18 Jahren, die derzeit in St. Wendel in Sachsenhausen Holzmöbel abschleifen und neu lasieren, eine Bank und eine Gartenhütte bauen und alles Mögliche reparieren. Der Pfadfinderstamm Marcel Callo, eigentlich beheimatet in Nieder-Erlenbach, campiert im Gemeindehaus – und konnte viele der Arbeiten kurzerhand nach Drinnen verlegen. Lara (16) ist im Schleifraum beschäftigt, aus dem lautes Surren und Quietschen durch die geschlossenen Türen in den großen Saal dringt. Hier schleift sie mit einer Maschine eine Holzbank ab. Besser wärs natürlich draußen, aber so trägt sie gegen den Staub eben eine Maske. „Ich finde die Aktion hier richtig cool“, meint sie. Zwar sei sie ziemlich aufgeregt gewesen, zu erfahren, welches Projekt ihre Gruppe bekommen würde – immerhin haben sich die Marcel Callos ihre Aufgabe nicht selbst ausgesucht, sondern sich überraschen lassen. „Aber ich hab mich sehr gefreut, es macht viel Spaß.“ Peter Grünzner, Simon Klinger, Tobias Klüsener und David Gettke sind gemeinsam mit vier weiteren Personen für die Leitung der großen Gruppe zuständig. „Das Wetter ist halt blöd“, räumt Tobias Klüsener ein. „Aber als Pfadfinder ist man an Regen gewöhnt.“ Klar gebe es immer Teilnehmende, die motiviert seien als andere. Aber auch für die, die weniger Lust hätten, fände ich immer eine kleine Aufgabe. Dass am Sonntag in St. Wendel Erstkommunion gefeiert wird, ist ein Anreiz, alle Aufgaben von der Liste so gut und schnell abzuarbeiten wie möglich: „Wir denken schon, dass die Leute sich freuen werden“, sind die Pfadfinder:innen überzeugt.
Insgesamt machen in Frankfurt derzeit zehn Gruppen und 220 Kinder mit. Die Pfadfinder aus Oberrad gestalten den Garten der KinderKulturFarm Frankfurt um, die Franziskusjugend legt einen Pfad durch den Garten des Jugendhauses Goldstein an, die Firmlinge von St. Marien / St. Josef organisieren auf Einladung der aufsuchenden Kinder- und Jugendarbeit auf dem Bolzplatz der Henriette Fürth Straße ein Nachbarschaftsfest. Die Gruppe DJK Zeilsheim legt Hochbeete auf dem Gelände von St. Aposteln an, die Kita Rosengarten wünscht sich vom DPSG Stamm Don Bosco Schwanheim ebenfalls Hochbeete und die KGS Niederrad werkelt an Ergänzungen für den sogenannten Care-Table des Altenzentrums Santa Teresa, einem digitalen Tisch für die Pflege. Im Vorfeld selbst ausgesucht hatte sich die Jugend der Pfarrei St. Hildegard das Anlegen eines Fühlpfades auf dem Gelände der Kita St. Lioba.
Frankfurt-Schwanheim: Jugendhaus Goldstein-Schwanheim – Get it

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Der Park Neuland, direkt beim Jugendhaus Goldstein-Schwanheim in Frankfurt, Straßburger Straße 1, besteht aus verschiedenen Aktionsflächen. Hier frischt die Franziskusjugend den Kräuterpfad auf, kümmert sich um neue Wegweiser und vieles mehr.
Frankfurt-Schwanheim: Kobelt Zoo – Do-it

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Der DPSG Stamm Charles de Foucauld schottert Wege, streicht Tische und kümmert sich um Laubcontainer im Frankfurter Kobelt Zoo, Schwanheimer Bahnstraße 5.
Im Kobelt Zoo in Schwanheim profitieren Kinder nur in zweiter Linie vom 72-Stunden-Einsatz des Pfadfinderstammes Charles de Foucauld aus Niederrad; vor allem freuen sich die Tiere über die Aktion. Die Betreuer Sarah Braun und Johnny Santana sind mit 25 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Gelände unterwegs, füttern Tiere, misten Ställe aus und reparieren Zäune. „Der Zoo eröffnet am 1. Mai und wir helfen, ihn frühlingsfein zu machen“, erklärt Sarah Braun. 300 Tiere auf 17.000 Quadratmetern gibt es hier, da ist viel zu tun. „Für uns ist es der perfekte Einsatzort, weil der Zoo alle Altersstufen aus unseren Gruppen anspricht, deshalb sind wir auch schon zum dritten Mal hier im Rahmen der 72-Stunden-Aktion“, so die Leiterin. Die Geschwister Maja (14) und Noah (12) sind mit dabei und helfen, den Truthahnkäfig auszumisten. Zoo-Mitarbeiter Sascha Vogt zeigt ihnen, wie sie die Tiere mit Futterpellets füttern können, dazu gibt es frischen Salat. „Wir haben zwar auch Haustiere zuhause, aber Truthähne haben wir noch nie so aus der Nähe gesehen“, erzählen die Zwei. Dass es so stark regnet und sie mindestens so durchnässt sind wie das triefend nasse Pony im Nachbargehege, sehen sie gelassen: „Es ist halt noch nicht Sommer.“ Und immerhin geht’s zum Übernachten wieder nach Hause.
Frankfurt-Schwanheim: Nachbarschaftsfest – Get it

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Der Bolz- und Spielplatz „Acker“ in der Henriette-Fürth-Straße ist ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche in Frankfurt-Schwanheim. Hier organisieren die Firmlinge St. Marien/St. Josef ein Kinderfest.
Frankfurt-Zeilsheim: KinderKulturFarm – Get it

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Die DPSG Oberrad gestaltet den Garten der KinderKulturFarm am S-Bahnhof in Frankfurt-Zeilsheim.